CHANGE-MODULE
INS HANDELN KOMMEN…
Natur
Warum ist Biodiversität wichtig?

Auf unserer Erde herrscht ein sehr empfindliches Gleichgewicht zwischen der Tier- und Pflanzenwelt. Derzeit sterben die Arten viel schneller aus als je zuvor in den letzten 10 Millionen Jahren, und das ist auf den vom Menschen verursachten Klimawandel und unsere Handlungen zurückzuführen, die zum Verlust der biologischen Vielfalt führen. Abholzung, Urbanisierung, Einsatz von Pestiziden, Überjagung und -fischung, Ausbreitung invasiver Arten durch Handel und Reisen, Wasserverbrauch, Umweltverschmutzung und vieles mehr sind die Hauptursachen für den Rückgang der Artenvielfalt. Angesichts des prognostizierten Bevölkerungswachstums von 2,5 Milliarden Menschen in den nächsten 30 Jahren stellt dies eine Bedrohung sowohl für die Ernährungssicherheit als auch für die menschliche Gesundheit dar, weshalb wir sofort und in unserem eigenen Interesse handeln müssen: unser Bestes zu tun, um unsere Erde wieder in ihr natürliches Gleichgewicht zu bringen. Naturbasierte Lösungen sind der Schlüssel zur Sicherung einer stabilen und biodiversen Zukunft und auch zur Lösung der Klimakrise
Mehr Informationen:
-
Naturbasierte Lösungen – Vorteile und Chancen (EU – CORDIS)
Größte Wirkung
1. Verbringe Zeit in der Natur und respektiere sie

Warum ist es wichtig, Zeit in der Natur zu verbringen?
Zeit in der Natur zu verbringen ist wichtig, um unser Bewusstsein dafür zu schärfen, wie viel Natur um uns herum ist und wie wichtig es ist, sie zu schützen. Wir müssen wieder lernen, die Natur zu respektieren und besser zu behandeln, denn Jahrzehnte, in denen wir Profit, kurzfristigen Nutzen und wirtschaftliches Wohlergehen über den Wert der Natur gestellt haben, haben nicht nur eine Menge Leben auf der Erde zerstört, sondern auch unsere Wertschätzung für eine einfache Wahrheit: Unsere Natur an die erste Stelle zu setzen, ist eine fundamentale Notwendigkeit für unser eigenes Überleben. Wir als Menschen gehören auch zur Natur.
Hier sind einige Ideen, wie du mehr Zeit in der Natur verbringen kannst:
-
Mache eine Wanderung mit deinem Change Club, deiner Familie oder Freunden. Wenn ihr mögt, könnt ihr auf dem Weg zugleich ein paar Abfälle aufsammeln.
-
Mache ein Picknick mit deinem Change Club, Familie oder Freunden.
-
Gehe mit deinem Change Club, deiner Familie oder Freunden in einen Nationalpark.
-
Mach einen Spaziergang in der Natur. Gehe “Baden im Wald” (in der frischen Luft, beruhigend, heilend und regenerierend).
-
Mache Pausen, halte inne und genieße die Schönheit unserer Welt. Sei eins mit ihr.
-
Bleibe auf den Wanderwegen und sorge dafür, dass auch Kinder oder Haustiere in deiner Begleitung auf den Wegen bleiben.
-
Pflücke nicht unnötig Blumen oder zerstöre Pilze.
-
Wo auch immer du hingehst, lass keinen Müll zurück. → Dazu gehören auch Bioabfälle wie Bananenschalen oder Apfelkerne, denn diese könnten Wildtiere aus der Sicherheit der Wildnis locken und sie näher an die Zivilisation bringen, was zu mehr Zusammenstößen zwischen Wildtieren und Fahrzeugen und anderen negativen Kontakten zwischen Wildtieren und Menschen führen kann.
… Und nimm deine Lieben mit – vor allem Kinder und Jugendliche: Es ist besonders wichtig, der nächsten Generation, die Bedeutung des Umweltschutzes, das Ausmaß von Klimakrise und Artenverlust und eine Wertschätzung für die Natur zu vermitteln.
Mehr Informationen
2. Lade Wildtiere in deinen Garten ein und pflanze Bäume

Warum ist es wichtig, Wildtiere in deinen Garten einzuladen und Bäume zu pflanzen?
Mit dem enormen Bevölkerungswachstum entstehen neue Probleme, wie zum Beispiel die fortschreitende Begrenzung von Lebensraum. Unsere Lösung ist die Verstädterung, die immer stärker in die Lebensräume anderer Tiere und Pflanzen eingreift. Die Urbanisierung hat sehr tiefgreifende Auswirkungen auf die Flora und Fauna, da sie Wanderrouten der Tiere blockiert, natürliche Lebensräume zerstört und die Natur zusätzlich durch Licht-, Schall- und chemische Verschmutzung stark beeinträchtigt. Der Rückgang oder gar Aussterben bestimmter Populationen wirkt sich auf das sorgfältig ausbalancierte Ökosystem in dieser Region aus.
Hier sind einige Beispiele für konkrete Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um Wildtiere in deinen Garten einzuladen:
-
Stelle eine Vogelfutterstelle, eine Vogeltränke und einen Nistkasten auf, um Vögel zum Fressen, Trinken, Abkühlen und Nisten in deinem Garten oder auf deinem Balkon einzuladen. Achte darauf, dass die Öffnung des Nistkastens nicht zu groß ist, da die Vögel sonst aus Angst vor Raubtieren, die ebenfalls in das Nest eindringen und die Eier stehlen könnten, ihre Eier nicht darin ablegen werden.
-
Installiere oder baue einen Fledermauskasten. Auch hier musst du darauf achten, dass alle Anforderungen an Höhe und Standort erfüllt sind. Das Aufstellen eines Igelhauses ist auch ziemlich einfach und erschwinglich: Verwende einfach eine alte Holzkiste, schneide ein Loch als Eingang hinein und stelle sie dann in den ruhigsten Teil deines Gartens und bedecke sie mit Laub, damit sie so natürlich wie möglich aussieht.
-
Mähe deinen Rasen seltener und lasse Wildblumen, Löwenzahn, Gänseblümchen und Butterblumen wachsen. Unterschätze nicht, welche Pflanzen sich bereits in deinem Rasen befinden. Wenn du nicht den ganzen Rasen wachsen lassen willst, dann lass nur einen Teil wachsen. Du kannst auch eine neue Art von Rasen ausprobieren, z. B. einen Klee-Rasen, der weniger Wasser verbraucht, keine Düngemittel benötigt, den Zeitaufwand für die Rasenpflege reduziert und die Artenvielfalt erhöht. Wenn du es nicht ganz so weit treiben willst, sind ein paar Kleeflecken, die mit Gras gemischt sind, schon sehr viel und ziehen Bienen und andere Insekten an. Passe nur auf, dass du nicht in eine Biene im Kleegras trittst.
-
Du kannst auch an der Aktion „No Mow May“ teilnehmen und deinen Rasen im Mai nicht mähen, um zu sehen, wie viele Pflanzen auf deinem Rasen wachsen.
-
Vor allem, um zur Rettung der Bienen beizutragen:
-
Pflanze nektarproduzierende einheimische Wildblumen. Es ist sehr wichtig, dass die Blumen, die du pflanzt, einheimisch sind, denn Blumen, die nicht einheimisch sind, würden das lokale Ökosystem stören und möglicherweise mehr Schaden als Nutzen anrichten.
-
Baue Insektenhotels und achte darauf, welche Produkte du verwendest, denn handelsübliche Pestizide für den Garten können für Bienen schädlich oder tödlich sein. Am besten ist es, in deinem Garten überhaupt keine Pestizide zu verwenden; Kompost ist zum Beispiel ein sehr guter natürlicher Dünger.
Konkrete Schritte zur Förderung der Anpflanzung von Bäumen sind
1) Pflanze einen einheimischen Baum in deinem Garten.
2) Pflege einen Baum in deiner Nachbarschaft, wenn du keinen eigenen Garten hast → Vielerorts gibt es neue Möglichkeiten, wie z.B. „Green your city“-Initiativen, Baum-Patenschaften etc.
3) Stelle einen alternativen Internetbrowser (z. B. Ecosia) als Standardbrowser ein und pflanze jedes Mal Bäume, wenn du im Internet surfst.
Wusstest du schon?
3. Schütze die Ozeane

Warum ist der Schutz der Ozeane so wichtig?
Der Ozean ist die Lunge unseres Planeten, denn er absorbiert 25 % aller Kohlenstoffemissionen und erzeugt 50 % des Sauerstoffs, den wir zum Leben brauchen. Unsere Ozeane werden auch benötigt, um die Temperatur und das Wetter auf unserem Planeten zu regulieren, indem sie die durch den Klimawandel verursachte überschüssige Wärme absorbieren. Die Bekämpfung des Klimawandels erfordert daher gesunde Ozeane und gesunde Ozeane erfordern Klimaschutzmaßnahmen.
Schritte für den Einstieg / Besondere Tipps
-
Nehme an Aktionen und Herausforderungen wie #take3forthesea teil.
-
Vermeide Mikrokügelchen (kleinste Plastikpartikel) in Peelings, Zahnpasta, Make-up, Waschpulver usw.
-
Esse weniger oder gar keine Meeresfrüchte. Wenn doch, dann achte darauf, dass sie nachhaltig gefischt oder angebaut wurden.
-
Vermeide den Kauf von lebenden Korallen, und wenn du einen Fisch für das Meeresaquarium kaufst, achte darauf, dass er auf nachhaltige Weise gefangen oder gezüchtet wurde.
-
Einige Wasserparks halten ihre Tiere nicht artgerecht und sind für viele vermeidbare Todesfälle von Meerestieren verantwortlich. Wenn du gerne Wasserparks oder andere Parks besuchst, die lebende Tiere halten, informiere dich vorher gut und sei sicher, dass du mit den Maßnahmen des Parks zur Behandlung der Tiere einverstanden bist.
Mehr Informationen
Bitte beachte: Weitere Empfehlungen zum Thema Biodiversität und Naturschutz findest du auch im Modul „Go Beyond“.
Einfache Schritte
Veränderungen erreicht man nicht immer mit dem großen Wurf. Das Wichtige ist, anzufangen, Erfolge zu sehen und dranzubleiben. Hier sind drei Tipps, wie du den Verlust der Biodiversität bekämpfen und zum Naturerhalt beitragen kannst.
Reduziere deinen Wasserverbrauch:
-
Sammle Regenwasser. Verwende es für die Bewässerung deines Gartens, Außenreinigung usw.
-
Drehe den Wasserhahn ab, wenn du dir die Zähne putzt oder dich rasierst.
-
Stelle eine Schüssel oder einen Eimer in dein Waschbecken, um überschüssiges Wasser über den Tag hinweg aufzufangen und es zum Gießen deiner Pflanzen usw. zu verwenden.
Verwende umweltfreundliche Reinigungsprodukte:
Wähle Reinigungsprodukte, die biologisch abbaubar sind und keine schädlichen Chemikalien enthalten → wie z. B. kleine Reinigungstabs, die du in Wasser auflöst und die auch Verpackung sparen.
Viele Haushaltsprodukte können zum Reinigen verwendet werden:
-
Wenn du eine Zitrone mit Salz auf deine Holzbretter reibst, werden diese ohne Chemikalien gereinigt, was auch besser für deine Gesundheit ist.
-
Salz kann verwendet werden, um Weinflecken aus Kleidung zu entfernen.
-
Backpulver und Essig können zum Lösen von Verstopfungen im Waschbecken verwendet werden.
Spare Papier:
-
Verwende Recyclingpapier aus 100%igem Recycling Papier und chlorfrei (z.B. mit dem Blauen Engel oder dem EU-Umweltzeichen gekennzeichnet).
-
Verzichte auf das Ausdrucken von Dokumenten und nutze digitale Dokumente.
-
Verwende bedrucktes Papier und andere Papierreste für Notizen wieder.
-
Drucke doppelseitig (und möglichst schwarz-weiß – Farbdruck nur wenn notwendig).
-
Reduziere die Ränder oder wählen eine kleinere Schrift, um den Platz zu maximieren, um Seiten zu sparen.
Fun Tips

Bei allen guten Beweggründen: Spaß motiviert am meisten! Der sollte auf keinen Fall zu kurz kommen. Hier sind drei Ideen. In Eurem Change Club fallen Euch sicher noch mehr ein.
-
Veranstalte eine grüne Putzparty: Zeige deinen Freund*innen, wie man natürliche Reinigungsmittel selbst herstellen kann, und gib ihnen Tipps für eine nachhaltige Reinigung.
-
Besuche mit deinem Change Club eine Baumschule oder einen botanischen Garten und lerne die einheimische Flora, Obst und Gemüse kennen. Nimm auch deine Familie oder Freunde mit.
-
Mache eine „grüne“ Wanderung – entweder selbstorganisiert (z. B. als Change Club oder mit Freunden und Familie): Sammle unterwegs Müll auf, z.B. in einem Park, am Strand oder auf einem Wanderweg – und genieße die Natur, während du etwas über die Umwelt lernst. Oder nimm an einem „Clean up day“ teil, der von deiner Gemeinde, lokalen Organisationen oder deiner Nachbarschaft organisiert wird.
→ An jedem 3. Samstag im September ist World Cleanup Day mit Aktionen in vielen Ländern – wie z.B. die Initiative „Picobello“ entlang des Rheins.
→ In den meisten deutschen Städten wird außerdem ein „Waldsäuberungstag“ organisiert (in der Regel im März). Andere Aktionen, insbesondere in Süddeutschland, laufen unter dem Namen “Rama dama”.
SDGs
Mit Maßnahmen zum Schutz von Biodiversität und Natur trägst zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) bei und tust zugleich auch etwas für den Klimaschutz. Du förderst insbesondere diese SDGs:
Klicke auf das jeweilige Ziel, um mehr zu erfahren.





Tipps & Informationen
Mehr Informationen
We must change how we live. Not only in politics and the economy, but also personally. Doing it alone is difficult. That is why I suggest creating Clubs, in which people can learn from each other and help one another to change their lives. There one would get recommendations for delicious vegetarian recipes, fairly traded textile brands, some would share their experiences with carsharing, others about how to grow vegetables on your roof, another would know a great way to reuse rainwater, and so on. The Clubs would work following the Weight Watchers principles: Motivation and exchange of experiences. Working title: Change Clubs. If you would like to help this project see the light of day, contact me.