CHANGE-MODULE
INS HANDELN KOMMEN…
Ernährung
Warum ist deine Ernährung wichtig?

Was wir essen, hat einen großen Einfluss auf das Klima und die Natur. Die Lebensmittelproduktion trägt wesentlich zum Klimawandel bei und wirkt sich auch auf unsere Umwelt aus. Hier sind die Hauptgründe dafür:
- Bei der Erzeugung von Lebensmitteln werden auf verschiedene Weise Treibhausgase wie Kohlendioxid und Methan freigesetzt: durch Abholzung und die Rodung von Flächen für die Land- und die Weidewirtschaft, beim Verdauungsvorgang von Wiederkäuern wie Kühen, Schafen und Ziegen, sowie bei der Herstellung und Verwendung von Düngemitteln und Dung für den Anbau von Futtermitteln.
- Treibhausgasemissionen entstehen auch durch die in landwirtschaftlichen Betrieben oder bei der Fischerei verwendeten Geräte sowie durch die Verpackung und den Vertrieb von Lebensmitteln. Ein Großteil der Lebensmittel, die wir kaufen, muss zu den Geschäften transportiert werden, und für diesen Transport wird Treibstoff benötigt, meist fossile Brennstoffe.
- Für den Anbau von Lebensmitteln wird viel Wasser benötigt (70 % allen genutzten Süßwassers wird in der Landwirtschaft verbraucht). Das erhöht den Druck auf die Verfügbarkeit von Trinkwasser.
- Der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden trägt auch erheblich zur Verschmutzung von Böden und Gewässern bei.
- Die Produktion von Lebensmitteln beansprucht einen großen Teil unserer Ressourcen und ist der größte Treiber des weltweiten Artensterbens.
- Der Anbau von Tierfutter und der Landverbrauch für Weideflächen sind maßgeblich verantwortlich für die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Insbesondere die Aufzucht von Rindern verbraucht viele Ressourcen und erzeugt Methan, ein stark wirkendes Treibhausgas. Dies gilt auch für die Milchproduktion.
Größte Wirkung
1. Kaufe regional und saisonal

Regionale und saisonale Produkte einzukaufen, wirkt sich nicht nur positiv auf die Umwelt aus, sondern hat auch wirtschaftliche, soziale und gesundheitliche Vorteile. Zum Beispiel:
- Regionale und saisonale Lebensmittel sind frisch und haben oft einen höheren Nährwert.
- Du kannst neue Lebensmittel aus deiner Umgebung probieren.
- Lokal und saisonal kaufen verursacht weniger Umweltverschmutzung, weil weniger Kraftstoff für den Transport und weniger Verpackung benötigt wird. Auch unterstützt du damit zumeist gesündere Ökosysteme.
- Es verkürzt den Weg bis zu unseren Tellern und verringert so Kontaktpunkte und das Risiko von Verunreinigungen.
- Die Unterstützung regionaler Landwirtschaft hilft, lokale Anbauflächen zu erhalten, sichert Einkommen vor Ort und trägt zur heimischen Lebensmittelsicherheit und Erhaltung von Grünflächen in der Umgebung bei.
- Zugleich trittst du mit Landwirten in deiner Nähe in Kontakt und baust Beziehungen zur Gemeinde auf.
Um herauszufinden, ob die Lebensmittel aus lokaler und saisonaler Produktion stammen, empfehlen wir, mehr über die Produkte zu erfahren, die du isst. Während es in einigen Ländern gesetzlich vorgeschrieben ist, den Herstellungsort der Lebensmittel anzugeben, ist dies in anderen Ländern leider nicht der Fall. In jedem Fall ist es ein guter Anfang, Lebensmittel auf dem örtlichen Wochenmarkt, an Straßenständen oder aus lokal, gemeindlich bzw. solidarisch organisierter Landwirtschaft zu kaufen und in deinem Supermarkt nach regionalen und saisonalen Produkten zu fragen.
Mehr Informationen & Tipps
Dokumente & und Grafiken (zum Herunterladen)
2. Ernähre dich pflanzenbasiert

Was ist „pflanzenbasierte“ Ernährung?
Eine pflanzenbasierte Ernährung besteht aus Lebensmitteln, die von Pflanzen stammen und keine tierischen Bestandteile enthalten. Zu den pflanzlichen Lebensmitteln und Zutaten gehören Obst, Gemüse, Getreide, Stärke, Bohnen, Hülsenfrüchte und Nüsse
Warum hat das eine große Wirkung?
Pflanzenbasierte Ernährung hat große Vorteile für deine Gesundheit und kann außerdem helfen, Geld zu sparen. Eine Umstellung auf pflanzliche Vollwertkost kann das Körpergewicht, den Blutdruck und das Risiko für Herzkrankheiten, Krebs und Diabetes senken – und es kann deine Umweltauswirkungen verringern.
Eine pflanzliche Ernährung enthält alle Nährstoffe – einschließlich Proteine.
Eine gut geplante vegetarische Ernährung eignet sich für Menschen in allen Phasen des Lebens, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglingsalter, Kindheit, Jugend, als Erwachsene und im Alter – und auch für Sportler. Alle pflanzlichen Lebensmittel enthalten die neun essentiellen Aminosäuren, aus denen sich die benötigten Proteine zusammensetzen, und viele vegetarische Lebensmittel wie Soja, Bohnen, Nüsse, Samen und milchfreie Milchersatzprodukte enthalten mit tierischen Lebensmitteln vergleichbare Mengen an Proteinen.
Hier ein paar Tipps zum Start:
-
Fang klein an:
Nimm einen „fleischlosen Tag“ in deinen Speiseplan auf und probiere einmal pro Woche ein einfaches und leckeres Rezept aus. -
Ändere die Proportionen auf deinem Teller:
Statt komplett auf Fleisch zu verzichten, versuche, den Platz zu verkleinern, den Fleisch auf deinem Teller einnimmt. -
Sei vorbereitet, wenn du auswärts isst:
Schau dir, wenn möglich, die Speisekarte des Restaurants vor dem Essen an (z.B. online) und überlege, was du essen kannst und willst. -
Teile ein Gericht mit anderen:
Bring ein Gericht mit, das du auf einer Party oder bei einem Buffet mit anderen teilen kannst; so machst du dir weniger Sorgen über die Essensauswahl. -
Sich satt fühlen:
Achte darauf, dass du deine Mahlzeiten mit sättigenden, ballaststoffreichen Vollkornprodukten, pflanzlichen Proteinen und gesunden Fetten anreicherst. -
Teile die Vorteile,
die eine pflanzliche Ernährung auf die menschliche Gesundheit und die unseres Planeten hat, mit deiner Familie und deinen Freund*innen.
Wusstest du schon…
Mehr Informationen und Tipps
3. Baue dein eigenes Essen an

Lebensmittel selbst anzubauen, trägt zur Lösung zahlreicher Gesundheits-, Klima-, Umwelt- und Wirtschaftsprobleme bei. Es hat viele ganz unterschiedliche Vorteile – in diesem Sinn fast eine Wunderwaffe!
- Wenn du Gemüse oder Obst selbst anbaust, bist du der Natur näher. Durch die Interaktion mit Pflanzen, Boden und dem Wetter erlebst du den Wachstumsprozess und seine Elemente unmittelbar. Das macht Freude, schafft ein Gefühl der Zufriedenheit und vertieft das Verständnis für die Natur und ihre Wachstumszyklen.
- Es ist gut für deine Gesundheit: Lebensmittel aus Eigenanbau sind frischer und ernährungsphysiologisch wertvoller – und verringern den Einsatz chemischer Pestizide.
- Es kann leicht biologisch angebaut werden.
- Es schmeckt besser.
- Man kann es überall: auch auf Balkonen und in Innenräumen (in kleinerem Maßstab).
- Wenn du zudem einige Bestäuberpflanzen und -blumen anpflanzt, lockst du Bienen und Schmetterlinge an und ernährst sie. Gut für Garten und Balkon – und gut für die Umwelt!
- Es reduziert die Lebensmittelverschwendung – nicht zuletzt weil du Arbeit und Mühe des Anbaus jedes deiner Lebensmittel wertschätzt.
- Es hilft, Geld zu sparen.
- Es bietet Lernmöglichkeiten für dich und deine Familie.
- Es fördert das Gemeinschaftsgefühl, wenn du es zusammen mit anderen Menschen tust.
- Es gibt dir die Möglichkeit, dich zu bewegen und Sport zu treiben – und du bekommst mehr Sonnenlicht und Vitamin D.
- Du reduzierst Plastikverpackungen von Obst und Gemüse in Geschäften und Supermärkten. Und…
- Du reduzierst Treibhausgasemissionen.
Einfache Schritte
Veränderungen erreicht man nicht immer mit dem einen großen Wurf. Das Wichtige ist, anzufangen, Erfolge zu sehen und dranzubleiben. Hier sind drei kurze Tipps, um in eine nachhaltigere Ernährung einzusteigen.
Weniger rotes Fleisch essen
Versuche schrittweise, weniger Fleisch – insbesondere weniger sogenanntes rotes Fleisch (Rind-, Schweine- und Lammfleisch) – zu essen. Z.B.:
-
Koche einmal pro Woche ein veganes Gericht.
-
Ernähre dich an X Tagen in der Woche vegetarisch oder vegan.
Weniger Milchprodukte konsumieren
-
Probier’s mal mit Hafermilch.
-
Hefeflocken verleihen Speisen den sogenannten Umami-Geschmack (herzhaft/käsig).
Kaufe dein Gemüse auf dem lokalen Markt
-
Denke daran, deinen eigenen Korb und deine eigenen Taschen mitzunehmen.
-
Mach einen Spaziergang zum Markt – Fitness inklusive!
Fun Tips

Bei allen guten Beweggründen: Spaß motiviert am meisten! Der sollte auf keinen Fall zu kurz kommen. Hier sind drei Ideen. In Eurem Change Club fallen euch sicher noch mehr ein.
-
Kocht gemeinsam, probiert vegane bzw. vegetarische Gerichte oder andere neue Ideen aus – und genießt gemeinsam die Früchte eurer Kochkunst!
-
Besuche mit Freund*innen oder als Change Club ein veganes Restaurant.
-
Baut als Change Club Gemüse oder Kräuter an.
SDGs
Wenn du deine Ernährung umstellst, tust du etwas für das Klima. Darüber hinaus trägst du zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) bei, darunter zu diesen:
Klicke auf das jeweilige Ziel, um mehr zu erfahren.





Tipps & Informationen
Dokumente & und Grafiken (zum Herunterladen)
Weitere Tipps & Informationen
We must change how we live. Not only in politics and the economy, but also personally. Doing it alone is difficult. That is why I suggest creating Clubs, in which people can learn from each other and help one another to change their lives. There one would get recommendations for delicious vegetarian recipes, fairly traded textile brands, some would share their experiences with carsharing, others about how to grow vegetables on your roof, another would know a great way to reuse rainwater, and so on. The Clubs would work following the Weight Watchers principles: Motivation and exchange of experiences. Working title: Change Clubs. If you would like to help this project see the light of day, contact me.