CHANGE-MODULE
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Lebensstil
Warum ist unser Lebensstil und Konsumverhalten wichtig?

In unserer heutigen Welt leben die wenigsten Menschen einen autarken Lebensstil. Die meisten von uns sind von externen Quellen für Energie, Lebensmittel, Wasser und andere Konsumgüter abhängig. Es ist nicht realistisch, dass wir uns alle selbst versorgen können, denn das würde bedeuten, dass wir alle unsere eigenen Lebensmittel anbauen, einen sehr minimalistischen Lebensstil führen und unseren Lebensstandard insgesamt stark senken müssten. Dennoch gibt es Änderungen, die wir an unserem Lebensstil vornehmen können, um ihn so nachhaltig wie möglich zu gestalten.
Dieses Modul zeigt Wege auf, wie du bewusster leben und konsumieren und dabei Geld, Ressourcen und die Umwelt schonen kannst. Achtsamkeit ist der Schlüssel zur Änderung unserer Gewohnheiten. Wenn wir uns einfach zurücklehnen und in Ruhe nachdenken, bevor wir unser Handy durch eine neuere Version austauschen, eine Jeans von einem Fast-Fashion-Unternehmen kaufen oder Urlaub in einem All-Inclusive-Hotel buchen, haben wir schon den ersten Schritt getan. Nur weil man etwas kaufen kann, heißt das nicht, dass man es auch kaufen sollte. Luxus ist selten mit Nachhaltigkeit vereinbar. Wenn wir also alle ein bisschen einfacher leben, haben wir schon viel für die Umwelt erreicht.
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Größte Wirkung
1. Rethink & Resist – Umdenken und widerstehen

Warum ist es wichtig, umzudenken und zu widerstehen?
Innehalten, Umdenken und Widerstehen sind wichtig, um einer unnötigen Verschwendung von Ressourcen und Geld entgegenzusteuern. Dem Drang zu widerstehen, mehr zu konsumieren, als wir brauchen, und unsere Konsummuster zu überdenken, ist essentiell, um eine grüne Zukunft zu sichern. Es muss Teil unserer Denkweise und Einstellung werden.
Unseren Verbrauch zu reduzieren ist letztendlich eines der besten Dinge, die wir für die Umwelt tun können.
Hier sind einige Tipps und konkrete Beispiele:
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Achte auf deine Konsumgewohnheiten und wähle bewusst aus, was du kaufst.
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Vermeide unnötige Verpackungen und Plastik (insbesondere Einweg!).
Wenn du etwas kaufen willst, frage dich zuerst,
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ob du es wirklich brauchst und
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ob das, was du kaufst, dir Freude bereitet oder dein Leben für längere Zeit spürbar verbessert, erleichtert oder verschönert.
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Wenn du es brauchst, kannst du es gebraucht kaufen oder von einem/einer Freund*in leihen?
Überdenke deine Hobbys, Sportarten und Urlaube.
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Benötigt die Art und Weise, wie du Sport treibst oder anderen Hobbys nachgehst, umfangreiche Ressourcen? Könnte es einfacher oder nachhaltiger gehen?
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Einige Sportarten haben größere Auswirkungen auf die Landnutzung und/oder den Wasserverbrauch als andere (z. B. Golf und Skifahren) oder verbrauchen viel Energie.
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Wähle deine Urlaubsziele mit Bedacht aus (siehe hierzu auch das Mobilitäts-Modul).
Wusstest du schon?
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2. Buy smart – Intelligent einkaufen

Warum ist intelligentes Einkaufen wichtig?
Wir beeinflussen den Markt, indem wir die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten erhöhen – oder auch die Nachfrage nach nicht nachhaltigen Produkten reduzieren – woran sich das Angebot entsprechend ausrichtet. Indem wir unsere Kaufentscheidungen bewusst treffen, können wir Produkte wählen, die aus nachhaltigen Materialien bestehen, mit umweltfreundlichen Verfahren hergestellt werden und langlebig sind. Darüber hinaus kann ein kluger Kauf dazu beitragen, Unternehmen und kleine Betriebe zu unterstützen, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben, und andere Unternehmen ermutigen, es ihnen gleichzutun.
Konkrete Tipps und Beispiele:
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Kaufe nach Möglichkeit Produkte, die in dem Land, in dem du lebst, hergestellt werden, um die durch den Transport verursachten Emissionen zu verringern.
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Kaufe gebrauchte Dinge: in Second-Hand-Läden, auf Flohmärkten oder online.
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Kaufe generalüberholte elektronische Geräte. Gebrauchte Elektronik ist oft nicht so gut wie neue. Generalüberholte Geräte bieten dir aber das gleiche Erlebnis wie ein neues Gerät zu einem Bruchteil des Preises und sind zudem umweltfreundlich.
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Kaufe in großen Mengen ein (z.B. in Großpackungen statt in vielen kleinen). Aber bedenke, dass der Kauf großer Mengen (z.B. bei „Kaufe eins, bekomme eins umsonst“-Aktionen) nur dann Geld, unnötige Emissionen und Verpackungsmüll spart, wenn du diese Menge auch tatsächlich benötigst – und insbesondere bei Lebensmitteln nur dann, wenn du alle Lebensmittel aufbrauchst, bevor sie verderben.
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Kaufe nachhaltige Kleidung. Beispiel: Für nur 1 Paar Jeans werden 10.000 Liter Wasser benötigt, um das benötigte 1 Kilo Baumwolle anzubauen. Nachhaltige Marken können sehr viel teurer sein, daher ist der Kauf von Kleidung aus zweiter Hand eine gute und günstige Möglichkeit, deinen Kleiderschrank nachhaltiger und modischer zu gestalten!
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Wähle Produkte aus nachhaltigen Materialien: Die Wahl von Produkten aus nachhaltigen Materialien wie Bambus, recyceltem Kunststoff oder Naturfasern trägt dazu bei, Abfall zu reduzieren und umweltfreundliche Praktiken zu fördern. → Achtung: Es ist nachhaltiger, das, was man hat, erst einmal zu benutzen, bis es nicht mehr funktioniert, und wenn es ersetzt werden muss, dann durch eine nachhaltige Alternative zu ersetzen. Wir empfehlen nicht, jedes Stück Plastik in deinem Haushalt wegzuwerfen und alles neu zu kaufen!
In der Küche
Wenn die Zeit gekommen ist, das Alte zu ersetzen:
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Ersetze Papierhandtücher durch Tücher aus Naturfasern, um Mikroplastik zu vermeiden
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Ersetze Töpfe und Pfannen aus Teflon durch solche aus rostfreiem Stahl
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Ersetze Backpapier durch eine Silikonbackmatte
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Ersetze Geschirrtücher aus Kunstfaser durch solche aus Baumwolle
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Ersetze Schneidebretter aus Kunststoff durch Holzbretter
Im Badezimmer
Wenn die Zeit gekommen ist, das Alte zu ersetzen:
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Ersetze Flüssigseife durch festes Shampoo, Spülung oder Duschgel
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Ersetze Deospray oder Deoroller durch ein Creme-Deo in einer Metalldose
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Ersetze Zahnpasta durch Zahnputztabletten
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Ersetze normales Toilettenpapier durch recyceltes Toilettenpapier
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Ersetze eine Toilettenbürste aus Plastik durch eine ohne Plastik
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Für Frauen: Probiere eine Menstruationstasse oder Menstruationsunterwäsche anstelle von Binden und Tampons.
Zum Schluss: Wenn du etwas Neues kaufen musst, denke daran
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Kaufe Qualitätsware: langlebig, reparaturfähig usw.
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Weniger ist mehr.
Weitere Tipps, wie du zu Hause Plastik reduzieren kannst, findest du im Abfall-Modul (insbesondere: „Größte Auswirkungen“, 1. „Reduzieren“).
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3. Reparieren

Warum ist es wichtig, Sachen zu reparieren?
Das Reparieren von Dingen ist ein wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeit, weil es zur Förderung einer Kreislaufwirtschaft beiträgt. Wenn wir etwas reparieren, verlängern wir seine Lebensdauer und verhindern, dass es weggeworfen wird und auf Mülldeponien oder im Meer landet; damit wird die Menge an jährlichen Müll reduziert. Dadurch wird auch der Bedarf an neuen Produkten verringert, deren Herstellung ressourcenintensiv ist und erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt hat.
Konkrete Tipps und Beispiele
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Kaufe gebrauchte Dinge auf einem Flohmarkt oder in Geschäften bzw. auf Online-Plattformen, die gebrauchte Dinge verkaufen – und repariere sie, um ihnen ein zweites Leben zu geben.
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Repariere deine elektronischen Geräte, bevor du ein neues kaufst. Wenn du nicht weißt, wie man sie repariert, findest du in deiner Stadt Spezialisten, die dir helfen können – so unterstützt du auch kleine Unternehmen!
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Restauriere deine eigenen Möbel, anstatt neue zu kaufen.
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Versuche, andere Gegenstände zu Hause zu reparieren. Wenn du Hilfe brauchst, suche nach Repair-Cafés in deiner Region, dort gibt es freundliches Personal, das dir gerne hilft.
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Repariere Kleidung, anstatt sie zu ersetzen. Nähe sie entweder selbst, frag eine Freundin oder einen Bekannten wie das geht, oder gehe zu einem Schneider.
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Einfache Schritte
Veränderungen erreicht man nicht immer mit dem großen Wurf. Das Wichtige ist, anzufangen, Erfolge zu sehen und dranzubleiben. Hier sind drei kurze Tipps, um in ein nachhaltigeres Konsumverhalten einzusteigen.
Werde plastikfrei
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Fordere dich selbst heraus, einen Tag, eine Woche oder einen Monat lang plastikfrei zu leben. Dazu kann gehören, dass du deine eigenen wiederverwendbaren Taschen, Wasserflaschen und Strohhalme mitbringst.
Upcycling alter Gegenstände
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Verwandle alte Gegenstände in etwas Neues und Nützliches. Verwandele zum Beispiel ein T-Shirt in eine Tragetasche oder ein Glasgefäß in einen Aufbewahrungsbehälter.
Übe dich in Achtsamkeit
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Nehme dir Zeit, um über die Schönheit der Natur und deiner Umwelt nachzudenken und darüber, wie wichtig es ist, sie zu erhalten. Versuche es mit einer geführten Meditation oder Yoga-Sitzung.
Fun Tips

Bei allen guten Beweggründen: Spaß motiviert am meisten! Der sollte auf keinen Fall zu kurz kommen. Hier sind drei Ideen. In Eurem Change Club fallen Euch sicher noch mehr ein.
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Mache eine „No Spend“-Challenge. Versuche, so lange wie möglich auf den Kauf neuer Produkte zu verzichten, um Abfall zu vermeiden und Energie bei der Produktion und beim Transport zu sparen.
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Organisiere eine Kleidertauschbörse. Lade Freunde ein und tausche Kleidung, die du nicht mehr trägst. Dies ist eine gute Möglichkeit, Abfall zu reduzieren, nachhaltige Mode zu fördern – und vielleicht gerade hier etwas besonders Originelles für dich zu finden.
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Stelle mit Zutaten wie Backpulver, Essig und ätherischen Ölen deine eigenen natürlichen Reinigungsprodukte, Hautpflegemittel oder Haushaltsartikel her.
SDGs
Mit Maßnahmen zu nachhaltigem Konsum und Lebensstil tust du etwas für das Klima.
Darüber hinaus trägst du zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) bei, darunter zu diesen:
Klicke auf das jeweilige Ziel, um mehr zu erfahren.



Tipps & Informationen
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We must change how we live. Not only in politics and the economy, but also personally. Doing it alone is difficult. That is why I suggest creating Clubs, in which people can learn from each other and help one another to change their lives. There one would get recommendations for delicious vegetarian recipes, fairly traded textile brands, some would share their experiences with carsharing, others about how to grow vegetables on your roof, another would know a great way to reuse rainwater, and so on. The Clubs would work following the Weight Watchers principles: Motivation and exchange of experiences. Working title: Change Clubs. If you would like to help this project see the light of day, contact me.