CHANGE-MODULE
INS HANDELN KOMMEN…
Mobilität
Warum ist Mobilität wichtig?

Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Benzin, Diesel und Kerosin wird das Treibhausgas Kohlendioxid in die Atmosphäre freigesetzt, was zu Klimaveränderungen führt, die wir heute schon beobachten.
Der Verkehr ist die am schnellsten wachsende Quelle für weltweite Emissionen. Im Jahr 2019 waren 17 % der globalen Treibhausgasemissionen auf den Verkehr zurückzuführen – nur noch übertroffen vom Energiesektor.
Tendenz steigend: In den letzten Jahren haben die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor in absoluten Zahlen stärker zugenommen als in jedem anderen Sektor. Es sind heute mehr Menschen und Güter unterwegs als je zuvor, und jedes Jahr pumpen Hunderte von Millionen von Fahrzeugen riesige Mengen an Treibhausgasemissionen in die Atmosphäre und treiben damit die Klimakrise voran.
Größte Wirkung
1. Überlege dir, wo du leben willst

Wenn wir weit weg von der Arbeit, der Universität, der Schule oder wichtigen Einrichtungen wohnen, sind wir gezwungen, lange Wege zurückzulegen, was sowohl unsere Lebensqualität als auch die Umwelt beeinträchtigt. Versuche bei der Wahl deines Wohnortes, einen Ort zu finden, der so nah wie möglich an deinem täglichen Hauptziel liegt. Wenn das nicht möglich ist, suche nach einem Ort, an dem du leicht Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln hast, um zu deinem endgültigen Ziel zu gelangen. Suche außerdem nach Wohnungen, in denen wichtige Einrichtungen und Dienstleistungen in fußläufiger Entfernung sind, damit du zum Einkaufen, Ausgehen, Sport oder eine kurze Erholung usw. nicht mit einem motorisierten Fahrzeug fahren musst. Wenn alles, was du brauchst, in der Nähe ist, musst du viel weniger unterwegs sein, was dir Zeit, Geld und Emissionen spart!
2. Nutze mehr öffentliche Verkehrsmittel und andere Alternativen zum Autofahren

Bei der Verbrennung von Benzin und Diesel werden verschiedene Luftschadstoffe und Treibhausgase freigesetzt, darunter flüchtige organische Verbindungen (VOC), Stickstoffoxide (NOx), Feinstaub (PM), Kohlenmonoxid (CO) und Schwefeloxide (SOx). Als Schadstoffe sind sie gesundheitsschädlich und verschmutzen die Luft, die wir atmen; als Treibhausgase tragen sie zum Klimawandel bei.
Ein typischer PKW stößt pro Jahr etwa 4,6 Tonnen Kohlenstoffdioxid aus – das häufigste Treibhausgas, das durch menschliche Aktivitäten erzeugt wird.
Die größte und nachhaltigste Wirkung erzielst du durch den Verzicht auf ein eigenes Auto und den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, “Körperenergie” (Fahrrad & Co, siehe oben) sowie Sharing-Angebote und Fahrgemeinschaften – wie etwa Car-Sharing, Bike-Sharing und E-Motorroller. In Städten lebt es sich ohne Auto in den meisten Fällen auch ökonomisch günstiger. Wer vom Auto auf Bahn oder Bus umsteigt, kann gerade bei längeren Strecken die Zeit statt zum Lenken zum Lesen und Arbeiten nutzen.
Hier einige weitere Tipps, um öfter öffentliche Verkehrsmittel (Züge, Busse, Bahnen) zu nutzen:
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Informiere dich regelmäßig über regionale Angebote im öffentlichen Nahverkehr, z.B. Monats- oder Jahrestickets, die weniger kosten. Auch der Kauf mehrerer Fahrkarten auf einmal ist meist günstiger.
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Frage deine*n Arbeitgeber*in oder dein Unternehmen nach einem Jobticket.
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Genieße die Fahrt! – Endlich Zeit, in Ruhe ein Buch zu lesen, nachzudenken oder einfach aus dem Fenster zu schauen.-
Denkst du über den Kauf oder Besitz eines Fahrzeugs nach?
Frage dich zunächst, ob ein eigenes Auto unbedingt notwendig ist, oder ob du dein Mobilitätsverhalten nicht auch auf andere Weise ändern könntest (näher an deinen Zielen wohnen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln pendeln, ein Lastenfahrrad statt eines Autos kaufen oder sich bei einem Carsharing-Programm anmelden, bei dem du ein Auto nur dann nutzen kannst, wenn du es brauchst), dann wirst du vielleicht feststellen, dass deine Mobilitätsbedürfnisse auf viele andere neue und innovative Arten gelöst werden können, die kostengünstiger und nachhaltiger sind.
Ist die Anschaffung eines eigenen Fahrzeugs unabdingbar, achte darauf, dass es sparsam ist und einen sauberen Antrieb hat: Elektroautos haben über ihren Lebenszyklus die bessere Ökobilanz – im Stadtverkehr sind sie ganz besonders überlegen. Auch eine sparsame Ausstattung trägt oft zur Senkung des Energieverbrauchs bei (verzichte z.B. auf beheizbare Außenspiegel und ähnliche Stromfresser).
Wenn du ein Elektroauto hast oder anschaffst: Stelle sicher, dass Strom, mit dem du dein Auto lädst, ‚grün’ (zu Ökostrom siehe auch im Energie-Modul). – Ist das Aufladen ein Problem, setze dich bei deinem/deiner Hauseigentümer*in, Arbeitgeber*in und deiner Stadt oder Gemeinde für die Schaffung von E-Lademöglichkeiten ein. Im Bereich E-Mobilität tut sich zur Zeit sehr viel: Behalte die Entwicklung bei der Suche nach der nachhaltigsten Lösung im Auge.
Im Bereich E-Mobilität tut sich zur Zeit sehr viel: Behalte die Entwicklung bei der Suche nach der nachhaltigsten Lösung im Auge.
Andere Alternativen, um weniger Auto zu fahren
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Ergreife die Initiative: Bilde Fahrgemeinschaften mit deinen Freund*innen, Kolleg*innen oder Nachbar*innen für die Fahrt zur nächsten Veranstaltung, zur Arbeit oder anderswohin – oder nutze eine Carsharing-App.
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Lege deine Erledigungen zusammen, um Fahrten zu sparen.
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Arbeite von zuhause wenn möglich.
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Plane Ausflüge in der Nähe.
3. Fliege weniger

Flugzeuge stoßen pro Stunde etwa 100-mal mehr CO2 aus als eine gemeinsame Fahrt mit Bus oder Bahn. Die Emissionen des weltweiten Luftverkehrs belaufen sich auf etwa 1 Milliarde Tonnen CO2 pro Jahr, und der Luftverkehr ist für schätzungsweise 2,4 % der weltweiten jährlichen CO2-Emissionen verantwortlich. Der Großteil hiervon entfällt auf den gewerblichen Verkehr, und trägt mit etwa 4 % zur vom Menschen verursachten globalen Erwärmung bei – im Vergleich mehr als die meisten Länder.
Global gesehen werden diese Emissionen von einer kleinen Minderheit verursacht: Fast 90 Prozent der Weltbevölkerung steigen kaum jemals in ein Flugzeug. Nur etwa 2 % reisten 2018 ins Ausland, und die oberen 1 % sind „Super-Emittenten“, die die Hälfte der globalen Emissionen aus der Luftfahrt verursachen.
Mehr darüber, wie sehr Flugreisen den Planeten erwärmen, erfährst du z.B. hier (‘How much does air travel warm the planet? – auf Englisch).
Zudem wirkt sich der Luftverkehr oft auch lokal negativ aus. Er verursacht Fluglärm – der wiederum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht – und verschlechtert die Luftqualität durch die ausgestoßenen Stickoxide.
Die Verringerung der Emissionen erfordert viele Lösungen, aber die wirksamste, um sowohl die Auswirkungen des Luftverkehrs auf das Klima als auch auf die Gesundheit zu reduzieren, ist, weniger zu fliegen.
Hier sind einige Möglichkeiten, dies zu erreichen:
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Gehe den ganzen Weg und verzichte ganz auf das Fliegen.
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Gehe Schritte – so weit wie möglich: Fliege nur, wenn es nötig ist, und bleibe länger.
Wenn du für die Arbeit fliegst, lege Meetings zusammen oder verzichte auf den Flug und nutze Videokonferenzen. -
Wähle Urlaubs- und Reiseziele, an die du gelangst, ohne zu fliegen. Wählst du den Zug, lohnt sich frühes Buchen oft enorm!
Wenn Fliegen notwendig ist, solltest du Folgendes beachten, um die negativen Auswirkungen soweit wie möglich zu begrenzen:
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Fliege in der Economy– statt in der Business-Klasse, um die Effizienz zu steigern.
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Nimm Direktflüge ohne Zwischenstopp, um hohe Emissionen bei Start und Landung und unnötigen Verbrauch durch längere Strecken zu vermeiden.
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Fliege tagsüber (wegen der wärmespeichernden Wirkung von Kondensstreifen und Zirruswolken in der Nacht und der Reflexion des Sonnenlichts am Tag).
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Wähle die Fluggesellschaften sorgfältig aus. Einige Fluggesellschaften achten besser auf eine volle Auslastung und fliegen mit effizienteren Flugzeugen.
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Kompensiere deine Flüge. Kaufe CO2-Kompensationen oder pflanze Bäume – es gibt viele zertifizierte Projekte und Programme, die Nachhaltigkeitsziele verfolgen und zugleich helfen, deine verursachten Emissionen auszugleichen. Unterstütze sie! – Einen Überblick und Vergleich von Anbietern gibt es z.B. bei der Stiftung Warentest.
Anmerkung zum geografischen Kontext:
Einfache Schritte
Veränderungen lassen sich nicht immer mit einem großen Sprung erreichen. Wichtig ist, dass man anfängt, Erfolge sieht und weitermacht. Hier sind drei kurze Tipps für den Einstieg in eine nachhaltigere Mobilität.
Bewege dich mit eigener Energie
Oft vergessen wir eine billige und kraftvolle Energiequelle: unseren Körper! Wenn du also von einem Ort zum anderen gelangen willst, versuche, deine eigene Energie dafür zu nutzen. Gehe zu Fuß, fahre Fahrrad, benutze Rollschuhe, Skateboard, ein Lastenfahrrad oder einen ‘klassischen’ Roller (ohne E-Antrieb).
Deine körpereigene Energie ist sauber, und sie zu verbrennen, hält dich gesund und fit. Du verringerst das Risiko für viele Krankheiten, Übergewicht und vieles andere mehr. Außerdem kannst du dabei eine Menge sparen. Mehr für die Umwelt, mehr Gesundheit, mehr Geld – ein dreifacher Gewinn!
Mach dein Fahrrad fit
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Pumpe dein Fahrrad auf! Mit gutem Reifendruck fährt sich’s leichter.
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Fahre sicher! Überprüfe Deine Bremsen und die Schaltung. Trage einen Helm und reflektierende Bänder bzw. Kleidung.
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Kaufe einen Fahrradkorb oder -taschen, um deine Sachen zu transportieren.
Fahre effizient
Ist der Abschied vom eigenen Auto nicht möglich oder fällt zu schwer, achte auf das Wie: Fahre effizient und erhalte deinen Wagen in gutem Zustand, um Kraftstoffverbrauch, die Kohlendioxidemissionen und den Fahrzeugverschleiß zu verringern. Bei Elektrofahrzeugen führt eine effiziente Fahrweise auch zu einer größeren Reichweite des Fahrzeugs.
Ein effizientes Fahren hat auch Vorteile für die Sicherheit, da es auf voraussichtliches Fahren ausgerichtet ist. Einige Tipps für effizientes Fahren sind:
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Fahre gleichmäßig
Fahre vorausschauend, um unnötiges Bremsen und Beschleunigen zu vermeiden. Achte auch auf einen größeren Abstand zu den vorausfahrenden Fahrzeugen. Gehe beim Abbremsen so früh wie möglich vom Gaspedal, aber bleibe im Gang. -
Schalte frühzeitig in einen höheren Gang
Wenn du mit hohen Drehzahlen fährst, steigt der Kraftstoffverbrauch. Schalte daher beim Beschleunigen früh hoch, in der Regel bei etwa 2.000 Umdrehungen pro Minute. -
Vermeide zu hohe Geschwindigkeiten
Bei hohen Geschwindigkeiten steigt der Kraftstoffverbrauch drastisch an. Bei E-Fahrzeugen ist der Anstieg des Energieverbrauchs bei hohen Geschwindigkeiten sogar noch größer. -
Abschalten
Viele neuere Autos schalten sich automatisch ab, wenn sie im Leerlauf stehen. Wenn dies bei deinem Auto nicht der Fall ist, schalte den Motor aus, wenn du länger als eine Minute stehen bleibst. -
Reifendruck
Ein zu niedriger Reifendruck erhöht den Kraftstoffverbrauch und kann gefährlich sein. Prüfe den Reifendruck daher mindestens einmal pro Monat und vor längeren Fahrten. -
Dachgepäckträger, Boxen und Stangen
Sie erhöhen den Luftwiderstand und den Kraftstoffverbrauch, vor allem bei höheren Geschwindigkeiten. Nehme sie daher ab, wenn sie nicht benutzt werden. -
Fenster und Klimaanlage
Es ist kraftstoffsparender, ein Fenster zu öffnen, als die Klimaanlage zu benutzen, selbst bei höheren Geschwindigkeiten.
Fun Tips

Bei allen guten Beweggründen: Spaß motiviert am meisten! Der sollte auf keinen Fall zu kurz kommen. Hier sind drei Ideen. In Eurem Change Club fallen Euch sicher noch mehr ein.
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Nutze oder miete einen E-Roller oder ein Fahrrad und habe Spaß! – Denk daran, sicher zu fahren, andere nicht zu behindern und Roller bzw. Rad wieder ordnungsgemäß zu parken.
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Entscheide dich dafür, zu Fuß zu laufen und belohne dich am Ende (mit etwas Leckerem, einem Keks, Kaffee o.Ä.).
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Mach mit bei einem Aktionstag oder einer Initiative zu grüner Mobilität in deiner Region, z. B. an Aktionen am Weltfahrradtag (3. Juni jeden Jahres), an temporären Spielstraßen (z.B. vom VCD) und anderen „Living Streets„-Projekten, an einer Rad Challenge, “Mit-dem-Rad zur Arbeit” und anderen Wettbewerben, oder an „Zu Fuß zur Schule„-Initiativen.
SDGs
Wenn du deine Mobilität änderst, tust du etwas für das Klima. Darüber hinaus trägst du zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) bei, darunter zu diesen:
Klicke auf das jeweilige Ziel, um mehr zu erfahren.




Tipps & Informationen
Mehr Informationen
We must change how we live. Not only in politics and the economy, but also personally. Doing it alone is difficult. That is why I suggest creating Clubs, in which people can learn from each other and help one another to change their lives. There one would get recommendations for delicious vegetarian recipes, fairly traded textile brands, some would share their experiences with carsharing, others about how to grow vegetables on your roof, another would know a great way to reuse rainwater, and so on. The Clubs would work following the Weight Watchers principles: Motivation and exchange of experiences. Working title: Change Clubs. If you would like to help this project see the light of day, contact me.